Allgemein | von oliver gentges | 01.03.2019

StartupCon ist nur einmal im Jahr

Es gibt viele Startup-Events in Deutschland und der Welt, doch nur wenige sind so bedeutend wie die Kölner StartupCon, welche vor kurzem ihre 5. Ausgabe feierte. Die StartupCon stand schon immer ganz oben auf meiner persönlichen Bucket List. Umso mehr habe ich mich gefreut, dass ich nun 2018 zum ersten Mal dabei sein konnte. Und zwar in meiner neuen Rolle als Assistentin für New Business und Business Development bei roc digital. In meinem Arbeitsfeld ist es elementar, nah am Puls der digitalen Wirtschaft zu sein, neue Kontakte zu knüpfen und die aktuellen Trends zu verstehen. Deshalb war die StartupCon als eine der größten deutschsprachigen Gründerkonferenzen der ideale Tummelplatz für mich.

rocdigital startupcon teamDer Ort des Geschehens war die Lanxess-Arena, die ich bisher nur von Konzerten beziehungsweise aus den Finalsendungen einer gewissen Fernsehshow auf ProSieben kannte. Diese in einem komplett anderen Setting zu erleben, war schon eine interessante Erfahrung an sich. Statt einer einzelnen Bühne gab es eine Vielzahl von Ständen, Aktionen und Vortragsbühnen. Messe halt, aber natürlich auch alles ein wenig hipper und frischer, als sagen wir, bei einem Buchhaltungskongress – wir reden hier ja schließlich immer noch über die digitale Wirtschaft. Man wird wohl selten so viele Anzugsträger und Mitglieder der Hoody-& Sneakers-Fraktion im angeregten Gespräch beisammen sehen, wie dort. In der Arena war so viel los, dass einem trotz der vielen Pfeile und Schilder (oder gerade deshalb?) manchmal der Überblick verloren ging. Doch auch das war nicht weiter schlimm, denn auf der StartupCon warteten in jeder Ecke neue spannende Dinge auf einen. Über allem lag der Duft von frischen Ideen, Gründertum und Startup-Geist. Und trotz der lockeren Atmosphäre lag auch ordentlich Spannung in der Luft. Gründer auf der Suche nach Investoren, Investoren auf der Suche nach Startups, Startups auf der Suche nach Ideen. Ein hochdynamisches Umfeld, könnte man sagen. Erleichtert wurde dieser allgegenwärtige Austausch durch eine Vielzahl von Angeboten. Vorträge und Workshops, Orte für Begegnungen zwischen Gründern, Entscheidern aus Konzernwelt und Mittelstand, sowie Multiplikatoren aus den Medien. Diese spezielle Energie, die transportiert wird, wenn Menschen zusammenkommen, um sich zu vernetzen, zu diskutieren und ihr Business vorantreiben, mag ich an Veranstaltungen wie der StartupCon. Doch auch für Interessierte, die weder Gründer noch Investor sind, gab es viel zu schauen. Besonders interessant waren die vielen kleinen Stände, an denen die unterschiedlichsten

Startups ihre Innovationen darboten. Backboxen, Speisekarten-Apps, Seniorenresidenzen auf See, mobile Wäscheservices – ein bunt gemischtes Potpourri der Geschäftsideen. Ob jede dieser Ideen der Knaller ist, steht in den Sternen. Erfolg und Misserfolg einzelner der hier vorgestellten Produkte waren natürlich auch ein beliebter Gesprächsgegenstand an diesem Tag. Im doppelten Sinne kurzweilig waren die 15-Minuten-Pitches auf der Open Mic Stage. Hier konnten Startups, wenn sie zuvor einen interessierten Investor gefunden hatten, in One-to-One-Sessions pitchen was das Zeug hält. Dazu mussten sie vorab (und ganz digital) ihr Profil und Pitchdeck hochladen. Dabei waren auch große Unternehmen wie Airbus, Unitymedia und Bayer vertreten, die wiederum ihre Förderprogramme für junge Unternehmen vorstellten. Doch um die wirklich großen Themen ging es auf der Mainstage, wo man Vorträgen von Speakern wie Tom Bachem (Code University), Dr. Florian Heinemann (Projects A Ventures) und Jörg Binnenbrücke (Capnamic Ventures) lauschen konnte.