Allgemein | von Jonathan Baller | 17.05.2019

What We Do

Wer kennt sie nicht, die Frage, die vielen Leuten als die wichtigste von allen erscheint: „Was und wo arbeitest du eigentlich?“. Auf diese Frage gibt es eine Menge möglicher Antworten. Einige davon sind so tief in unserem kulturellen Gedächtnis verankert, dass der Empfänger sofort glaubt, Bescheid zu wissen. Also bei solchen Berufen wie Bäcker, Chirurg oder Schornsteinfeger. Dass auch diese Berufe sich mitunter deutlich gewandelt haben, komplexer und komplizierter geworden sind, steht auf einem anderen Blatt. Doch versuche mal einer seiner Oma zu erklären, was ein Product Owner macht. Oder ein Backend Developer. Oder ein Experience Designer. Schwierig. Gerade unsere Branche, die digitale, ist für viele unserer Mitmenschen unglaublich abstrakt. Für einige ist allein die Vorstellung zu viel, dass wir Produkte herstellen, die man nicht anfassen kann, die jedoch trotzdem unseren Alltag prägen. Es erfordert jedes Mal aufs Neue eine Übersetzungsleistung.

Die Vermittlungsprobleme, die wir als Privatpersonen haben mögen, treffen genauso auf die Unternehmen zu, in denen wir arbeiten. Es gibt zwar gebräuchliche Kategorisierungen, doch die treffen es dank verschwimmender Grenzen immer seltener. So auch bei roc digital: sind wir jetzt eine Digitalagentur, eine Unternehmensberatung oder ein IT-Dienstleister? Oder doch eher ein Digital Product Studio? In Wahrheit sind wir all das, nichts davon und doch viel mehr. Wir sind halt roc digital. Vielleicht wird es etwas klarer, wenn man sich unser Selbstbild anschaut. Wir sehen uns vor allem in einer unterstützenden, aktivierenden Rolle, als Enabler. So gehen wir davon aus, dass unsere Kunden schon die meisten guten Ideen für digitale Projekte innerhalb ihrer Organisation haben, jedoch nicht unbedingt die nötige digitale Kompetenz, diese alleine umzusetzen. Natürlich, es sind die internen Stakeholder – ob Vorstand, Middle Management oder einfacher Angestellter – die die Painpoints, Stärken und Schwächen ihres Geschäftsmodells am besten kennen, und sich laufend Gedanken zu möglichen Lösungen machen. Wir helfen ihnen dabei, die richtigen zu erkennen und in die digitalwirtschaftliche Realität zu überführen. Aber wir challengen auch, treiben voran, denken weiter, teilen unsere Kreativität und erschließen gemeinsam mit unseren Kunden ungeahnte innovative Geschäftspotentiale. Wir sind  sozusagen die Sherpas, die mit ihrer Kompetenz und Leidenschaft andere auf ihrer Bergwanderung begleiten. Die Kunden sind zwar durchaus Bergsteiger, doch wir Sherpas kennen das Terrain, erstellen die Routen und haben den ein oder anderen Spezialtrick auf Lager. Und natürlich tragen wir das Gepäck.

Das Terrain, in unserem Fall die digitale Welt, gut zu kennen ist extrem wichtig, gerade weil es so viele vermeintliche Experten da draußen gibt, die aber dann doch im entscheidenen Moment nicht weiter wissen, beziehungsweise die Felsspalte nicht sehen. Klar, heute kann man Googeln was das Zeug hält. Aber es braucht Gespür und Erfahrung, um die Einzelteile zusammen zu bekommen. Das nennen wir digitale Kompetenz. Die geht weit über das Wissen um technische Zusammenhänge und Programmier-Skills hinaus, welche die Basis bilden. Nein: der beste Code bringt nichts, wenn er an den Anforderungen des Geschäftsalltags vorbeigeht oder die Bedürfnisse der Nutzer negiert. Strategie, Technologie und Design müssen daher bei jedem digitalen Projekt zusammen gebracht werden, weshalb es Leute wie uns braucht, die mit ihrer Kompetenz genau das machen. Dank der großen Bandbreite an beruflichen und akademischen Hintergründen, die bei uns aufeinandertreffen, haben wir die Fähigkeit, noch fast alle Kunden zu Gipfelstürmern zu machen – und das macht uns auch ziemlich stolz. Und darum geht’s doch, Oma, oder?